Social Media Strategie: Facebook (TEIL 1)
21. März 2010
Was in den USA schon seit 2008/2009 zum Marketing-Standard gehört, entdecken nun zunehmend auch deutsche Unternehmen: Marketing auf Facebook.
Eine Facebook (Marketing-) Strategie bietet sich aus verschiedenen Gründen an. So gibt es die Möglichkeit, neben den User-Profilen auch Gruppen zu gründen und – am interessantesten–: Fanpages zu erstellen. Zusätzlich können Anwendungen (Apps) speziell für Facebook programmiert und in Fanseiten integriert werden. Mit Facebook Connect kann man Websites direkt mit den Facebook-Userdaten vernetzen und letztendlich ergänzend auch zielgruppengenaue Text- und Bildwerbung schalten.
Unternehmen, die sich heute noch ohne Gesicht hinter Ihrer Marke verstecken, sind nicht mehr zeitgemäß. Moderne Kommunikation muss auf Augenhöhe stattfinden. Ein Teil dieser Strategie kann durch Facebook realisiert werden.
Beispielhafte Ziele einer Facebook-Strategie:
Kundennähe:
Unternehmen kommen Ihren (potentiellen-) Kunden durch eine gut gemachte Facebook-Strategie und -Fanseite sehr nahe. Dies liegt daran, dass Facebook ein Netzwerk ist, das praktisch alles miteinander kombiniert, was Twitter, YouTube und Co. bieten, und es um die „Freundschaftskomponente“ erweitert. Denn auf Facebook ist die Chance groß ,dass auch die eigenen Freunde und Bekannten schon angemeldet sind und nur auf eine freundschaftliche Vernetzung warten. Unternehmen können, indem Sie u. a. echten Mehrwert bieten, zu einem Teil dieses Netzwerks werden.
Einladung zum Dialog:
Nachrichten, Bilder, Videos, kurzum: alles, was Fanseiten oder Gruppen-Betreiber auf Ihrer Pinnwand veröffentlichen, lädt zum Dialog ein, da es bewertet und kommentiert werden kann. Gleiches gilt für das standardmäßig integrierte Diskussionsforum. Und letztendlich bleibt für Einzelfälle noch die persönliche Nachricht.
Branding:
Allein mit einer Fansite auf den wichtigsten Social Networks vertreten zu sein, bringt zwar noch nicht viel und auch keinen Branding-Effekt, aber mit jedem neuen Fan kann sich das ändern.
Markenbotschafter:
Jeder neue „Fan“ ist ein potentieller neuer Markenbotschafter, was im Web besonders wertvoll ist, da Empfehlungen meist nicht einzeln im Privaten ausgesprochen werden, sondern an hunderte Freunde, tausende Follower etc. in einem öffentlichen Stream.
Marktforschung und Crouwdsourcing:
Woher kommt Ihr (potentieller) Kunde, wer beschäftigt sich mit Ihnen, wer besucht Ihre Fansite? Facebook-Seiten-Betreiber können diese Fragen jederzeit mit einem Blick in die (nur für Administratoren einsehbaren) Statistiken auslesen. Etwas aufwendig, aber lohnenswert: Auch Google- Analytics kann eingebunden werden, welches noch mehr Daten auswertet.
Durch ein Diskussionsforum auf Ihrer Fansite können Sie mit den Usern über jedes denkbare Thema diskutieren. Nutzen Sie diese Möglichkeit z.B. zu Marktforschungszwecken wie „Was gefällt euch an unserem neuen Produkt“ oder noch besser, „Wir planen ein Produkt X, was denkt Ihr darüber“.
Kundenwünsche, z. B. durch einen Wettbewerb, herausfinden, ist auf Facebook sehr lohnenswert. Richtig gemacht, können auf diese Weise enorme Teilnehmerzahlen erreicht werden. Diese Wettbewerbe bzw. gemeinsamen kreativen Entwicklungen nennt man im Social Web „Crowdsourcing“.
Tipps zur Umsetzung einer Facebook-Strategie lesen Sie hier: Social Media Strategie: Facebook (TEIL 2)
Disclaimer: Dieser Artikel bezieht sich auf eine Strategie für den deutschen Markt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine qualifizierte Beratung zur Umsetzung einer Social-Media-Strategie ist nur individuell unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten möglich. Gerne können Sie mich hierzu direkt unter folgender E-Mail-Adresse kontaktieren: Arne.Lauth ( a t ) tuningmedia.de
Über den Autor: Als Experte und Geschäftsführer der Social Media Agentur tuningmedia hat Arne Lauth in den letzten Jahren an vielen spannenden Projekten gearbeitet. Von der Beratung über die Konzeption bis zur Umsetzung realisiert er moderne Online-Marketing und Kommunikationsstrategien aus Leidenschaft. Hier geht es zum XING-Profil von Arne Lauth.
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